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Common Talks – Folge 4: Lollapalooza Festival Berlin 2015

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Das erste Lollapalooza-Festival in Europa fand in Berlin statt. Hier ist unser Rückblick im “Common Talks”-Podcast.

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Das Lollapalooza hat ja, alleine schon durch den Namen, große Schatten vorraus geworfen. Und Acts wie Muse, The Libertines, FFS und auch Lokalhelden wie Seeed und die Beatsteaks versprachen ein großes Event zum Abschluss der Festival-Saison.

Für uns war es dazu noch das erste Mal Festival mit Kindern. Kinder bis 10 Jahre bezahlen nämlich beim Lollapalooza-Festival gar nichts. Und damit ist das eine gute Möglichkeit für uns, das Festival vielleicht auch ein bisschen aus Kinder-Insider-Sicht zu beleuchten. Beim Lollapalooza gibt es, abseits der großen Bühnen, kleine Themen-Felder, wie den “Grünen Kiez”, die “Fun Fair” und eben das “Kidzapalooza”. Das “Kidzapalooza” ist ein Kinder-Feld, ähnlich dem beim Glastonbury-Festival, nur im Miniatur-Format. Es gibt Zirkus, Workshops, Bastelein und ein Kinder-Musikprogramm. Dazu aber später mehr.

Leider startete das Lollapalooza in diesem Jahr nicht ohne Probleme. Schon im Vorfeld gab es viele negative Stimmen, als plötzlich bekannt gegeben wurde, dass das Lollapalooza eine Chashless-Festival wird. Viele hatten Bedenken, sei es aus datenschutzrechtlicher Sicht oder einfach, weil sie Angst hatten, dass es nicht funktioniert und man dann keine Chance hat, sich sein Bier zu kaufen. Zumindest letztere Bedenken haben sich im laufe des gestrigen Tages zerstreut. Wenn man vielleicht wenig Einfluss auf die Technik hat, so hat man diesen aber doch, wenn es um die Toilettenplanung geht: Es gab viel zu wenig Toiletten und selbst wenn die, die am ersten Tag kaputt gegangen sind funktioniert hätten, wären es dennoch zu wenig. Es gab Schlangen, die waren mehrere 100 Meter lang und die Wartezeit betrug mehr als 30 Minuten. Erstaunlich, dass sich trotzdem so viele Leute angestellt haben. Allerdings hatte das Festival ein Einsehen, hat sich entschuldigt und für den zweiten Tag weitere Toiletten und Food-Stände angekündigt. Und dieses Versprechen haben sie auch gehalten. Also, großer Pluspunkt für die Spontanität.

Auch das “Kidzapalooza” glänzte mit spontanen Verbesserungen: So wurde z.B. gut reagiert, als auch die Toiletten in der Kinder-Area (die ja hauptsächlich für die Kids bereitgestellt wurden) aus allen Nähten zu platzen drohten, da es sich schnell herum sprach, dass hier noch funktionierende, saubere Toiletten vorhanden sind. Ab Samstag nachmittag durfte man das “Kidzapalooza” nur noch mit Kindern betreten. Auch das Musik-Programm des “Kidzapalooza” hatte es in sich: jeder Abend endete, nach mehreren Bands mit der Klopapierschlacht von “Bummelkasten”.

An Bands für das Erwachsene Publikum, das aus aller Welt angereist war, gab es zwar keine Überraschungen (mal abgesehen von den Libertines, wo bis zum Schluss niemand wusste, ob sie denn auftreten werden) aber ein gelungenes Programm. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei.

Es war das erste Festival dieser Art in Berlin und die Macher haben bewiesen, dass sie spontan reagieren können und haben sicherlich für’s nächste Jahr dazu gelernt. Und im nächsten Jahr sind wir ganz bestimmt wieder dabei.

Ein großes “Daumen hoch” für’s Lolla Berlin. Und ein großes Danke an die ganzen Organisatoren und Freiwilligen, die am Start waren.

UPDATE: hier gibt es den kompletten Auftritt von Muse beim Lolla Berlin:

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